Orgel- und Kulturreise
Fronleichnam 4.6-6.6.2026 nach Erfurt und Weimar mit Gräfenhain und Arnstadt
Reisetermin: Donnerstag, 04.06.2026 - Samstag, 06.06.2026
Bereitstellung: 05:15 Uhr Brackenheim, Bürgerzentrum
Abfahrt: 05:30 Uhr Brackenheim, Bürgerzentrum
Rückkunft: 21:00 Uhr Brackenheim, Bürgerzentrum
04.06.2026: Fahrt über die Autobahn Würzburg - Kreuz Schweinfurt/Werneck - Mellrichstadt (unterwegs Frühstückspause) - Suhl - Oberhof - Ohrdruf nach Gräfenhain. Die Dreifaltigkeitskirche zu Gräfenhain gilt als eine der schönsten Dorfkirchen Thüringens. Schon von weitem ist ihr Turm mit der geschweiften Haube zu sehen. Die von 1727 bis 1748 erbaute Kirche ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Besonders beeindruckend ist ihre barocke Innenausstattung, darunter die Decken- und Emporenmalereien des Arnstädter Hofmalers Gottfried Wunderlich. Das Herz der Kirche bildet die Thielemann-Orgel, erbaut von Christoph Thielemann zwischen 1728 und 1731. Mit zwei Manualen, Pedal und rund 30 Registern bietet sie eine beeindruckende Vielfalt an Klangfarben – von zarten Flötenstimmen bis hin zu majestätischen Prinzipalen. Ihr klarer, kraftvoller Klang erfüllt den Kirchenraum auf einzigartige Weise und macht die Orgel weit über Thüringens Grenzen hinaus bekannt. Sie ist nicht nur ein Meisterwerk barocker Handwerkskunst, sondern auch ein lebendiges Zeugnis mitteldeutscher Orgeltradition. Die Mittagspause verbringen Sie in der Bachstadt Arnstadt. Am Nachmittag erkunden Sie gemeinsam mit Ihrem Stadtführer die malerische Altstadt. Schlendern Sie durch verwinkelte Gassen, entdecken prächtige Fachwerkhäuser, historische Plätze und bedeutende Kirchen und tauchen Sie ein in die lebendige Geschichte des ältesten Ortes Thüringens. Unterwegs erfahren Sie Spannendes über das kulturelle Erbe Arnstadts, seine Residenzzeit und natürlich über den jungen Bach, der hier seine Spuren hinterließ. Im Anschluss führt die Tour in die Johann-Sebastian-Bach-Kirche. Ein Stadtbrand im Jahr 1581 vernichtete die ursprüngliche Bonifatiuskirche. Auf ihren Grundmauern entstand die "Neue Kirche", ein barocker Saalbau. Der Orgelbaumeister Johann Friedrich Wender errichtete 1703 eine Orgel für die Neue Kirche, die der 18-Jährige Johann Sebastian Bach abnahm und prüfte. Von 1703 bis 1707 war Bach hier als Organist tätig. Zum 250. Geburtstadg des Komponisten erhielt die Kirche 1935 ihren heutigen Namen: Johann-Sebastian-Bach-Kirche. Das schlichte Innere beeindruckt durch zweigeschossige Emporen und ein hölzernes Tonnengewölbe. Auf der Orgelempore an der Westseite befindet sich die von Bach selbst gespielte barocke Wender-Orgel von 1703, die 1998/99 von der Orgelbaufirma Hoffmann (Ostheim/Rhön) nach alten Plänen originalgetreu rekonstruiert wurde. Darunter, auf einer zweiten Empore, steht die romantische Steinmeyer-Orgel von 1913, die im selben Zeitraum restauriert wurde. Die Johann-Sebastian-Bach-Kirche verfügt damit heute über zwei beeindruckende Orgeln –
barock und romantisch – die ein einzigartiges Klangerlebnis bieten. Danach Weiterfahrt nach Erfurt-Apfelstädt zum 4-Sterne Best Western Hotel Erfurt-Apfelstädt. Nach dem Zimmerbezug wird Ihnen ein 3-Gang-Abendmenü serviert. Übernachtung.
Ihr Hotel: Das 4-Sterne Best Western Hotel Erfurt-Apfelstädt befindet sich ca. 3 km von der Autobahn entfernt. Die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt erreichen Sie in 20 Minuten. Die stilvoll eingerichteten Zimmer sind mit Bad oder Dusche/WC, Fön, Telefon, TV und Zubereitungsmöglichkeiten für Kaffee & Tee ausgestattet. Das Hotel verfügt über ein Restaurant mit gemütlicher Terrasse, einer Lobbybar sowie über einen Sauna- &
Fitnessbereich. www.hotel-erfurt-apfelstaedt.de
05.06.2026: Nach dem Frühstück unternehmen Sie eine 1,5-stündige Stadtrundfahrt durch Erfurt – stilecht mit der historischen Straßenbahn aus den 70er- und 80er-Jahren. Seit 1894 fährt die Erfurter Elektrische Straßenbahn zuverlässig durch die Stadt und hat sich fest im Alltag der Erfurter etabliert. Die Fahrt zeigt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadtgeschichte und gibt eindrucksvolle Einblicke in Erfurts Entwicklung. Besonders sehenswert sind die gut erhaltenen Jugendstilviertel, die das Stadtbild bis heute prägen. Den Abschluss bildet ein 30-minütiger Rundgang durch die historische Altstadt bis zur Krämerbrücke. Anschließend besuchen Sie die Predigerkirche St. Johannes Evangelist. Während der Führung erfahren Sie Interessantes über die Architektur, Geschichte und die Schuke-Orgel der Kirche. Die Predigerkirche zählt zu den bedeutendsten Bettelorden- und Dominikanerkirchen Deutschlands und ist ein herausragendes Beispiel frühgotischer Sakralarchitektur des 13./14. Jahrhunderts. Sehenswert sind unter anderem das Chorgestühl von 1280, die Bleiverglasungen im nördlichen Seitenschiff, der Ostflügel der Klosteranlage mit Kapitelsaal und Refektorium sowie die Trümmerfenster. Ein besonderes Highlight ist die Schuke-Orgel auf der Westempore. 1977 auf
Initiative von KMD Prof. J. Schäfer eingeweiht, verfügt sie über 56 Register und 4.302 Pfeifen auf Hauptwerk, Schwellwerk, Positiv und Pedal. Die Kombination aus mechanischer Tastentraktur und elektrischer Registertraktur mit Schleifenzugmotoren der Firma Heuß in Lich ermöglicht eine präzise und vielseitige Klangentfaltung, die den gesamten Kirchenraum unterstützt. Nach der Mittagspause erwartet Sie ein besonderes Erlebnis im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt. Die vollständig erhaltene Anlage mit Kirche, drei umbauten Höfen sowie Konvents- und Wirtschaftsgebäuden ist ein seltenes Beispiel mittelalterlicher Ordensbaukunst und ein eindrucksvolles Zeugnis lutherischer Tradition. Besonders lebendig wird die Geschichte durch Martin Luther: 1505 trat er hier ein, legte 1506 sein Gelübde ab und feierte 1507 seine erste eigene Messe, die Primiz. Die Ausstellung „Frust und Freiheit“ informiert über die bedeutenden Ereignisse der Demokratiegeschichte, die hier ihren Ursprung hatten. Nach einer gemütlichen Kaffee- und Kuchenpause rundet ein Orgelkonzert in der Augustinerkirche den Besuch ab. Das heutige Abendessen findet im Augustiner an der Krämerbrücke statt (à la carte, Selbstzahler). Um 20.30 Uhr Rückfahrt mit unserem Bus oder individuelle Rückkehr zum Hotel. Übernachtung.
06.06.2026: Nach dem Frühstück fahren Sie nach Weimar, die Stadt der Dichter und Denker. Gemeinsam mit Ihrem Stadtführer wandeln Sie auf den Spuren von Goethe, Schiller, Herder und Liszt durch das kulturelle Herz Thüringens. In keiner anderen Stadt vergleichbarer Größe hat sich so viel deutsche und europäische Kulturgeschichte entfaltet. Zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten zählen das Nationaltheater, Schloss Weimar, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek – und natürlich die eindrucksvolle Stadtkirche St. Peter und Paul, die sogenannte Herderkirche. Hell und freundlich erstrahlt die dreischiffige Hallenkirche, die seit 1998 Teil des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“ ist. Hier predigte Martin Luther, Johann Sebastian Bach musizierte und ließ zwei seiner Kinder am noch heute genutzten Taufstein taufen. Später wirkte Johann Gottfried Herder als Oberhofprediger – ihm verdankt die Kirche ihren bis heute gebräuchlichen Namen. Im Mittelpunkt des Raums steht die berühmte Orgel, ein Meisterwerk der Firma W. Sauer Orgelbau. Das historische Gehäuse von 1812 stammt von Johann Gottlob Trampeli, das Instrument selbst wurde 1998/99 neu erbaut. Mit 53 Registern, drei Manualen und einem mächtigen Pedalwerk verbindet sie historische Klangfarben mit moderner Präzision – von zarten barocken Flöten bis zu majestätischen romantischen Klängen. Besonders beim „Weimarer Orgelsommer“ können Besucher das Instrument in seiner ganzen Pracht erleben. Neben der Orgel beeindrucken der berühmte Cranach-Altar, den Lutherschrein sowie die Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten wie Herzogin Anna Amalia und Johann Gottfried Herder. Nach einer Führung haben Sie Zeit zur freien Verfügung und Gelegenheit zur Mittagspause. Um 14.15 Uhr treten Sie die Heimreise an - unterwegs Abschlusseinkehr im Brauhaus der Distelhäuser Brauerei.
Preise:
380.- € im Doppelzimmer
450.- € im Einzelzimmer
Anmeldung bei Joachim Hartmann:
joorgel@kabelbw.de oder 07138 6511
